Das Außenlager Wieda

Teil des ehem. Lagers mit alter und neuer Bebauung

Hier wurde am 11.5.1944 die Hauptstelle der SS-Baubrigade III unter Führung von SS-Obersturmführer Karl Völkner aus Halberstadt mit 311 Häftlingen eingerichtet. Sie befand sich im alten, 1890 errichteten und zu der Zeit leerstehenden Schützenhaus östlich der Hauptstraße in Wieda, in etwa gegenüber der Freifläche des ehemaligen Sägewerkes unterhalb des heutigen Friedhofes. Die Einrichtungsgegenstände wurden mit 12 Waggons, verladen auf Rollböcken der Südharzeisenbahn, aus dem Rheinland nachgeliefert. Das Gelände samt Schützenplatz war rechtwinklig eingezäunt und mit Postentürmen in den vier Ecken ausgestattet. Das noch heute vorhandene Schießhaus wurde als Verpflegungsbaracke hergerichtet.

Weiterlesen ...

Das Außenlager Nüxei

III. SS - Baubrigade
Mai 1944 - April 1945

In Nüxei befand sich in den Jahren 1944/45 hinter Stacheldraht und Wachtürmen ein Barackenlager der III. SS-Baubrigade mit 300 Häftlingen aus Belgien, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Russland und anderen Ländern. Sie hatten Zwangsarbeit beim Bau der Verbindungsbahn Osterhagen - Nordhausen zu leisten. Heute ist hier grüne Wiese.

Gedenkstein und Informationstafel

Weiterlesen ...

Aus dem Bericht von A. Bonifas über das Lager Mackenrode

1972 besucht Aimé Bonifas, dann schon als französischer protestantischer Pastor, wieder Mackenrode, wo er zur Zwangsarbeit eingesetzt war. In seinem Buch "Häftling 20801" beschreibt er seine Zeit in diesem Lager, die am 1. September 1944 begann: "Dann kommt das Signal zum Abmarsch. Wir sind also nur solange in Dora geblieben, wie nötig war, um uns alles abzunehmen. Unsere Kolonne verläßt das Lager zu Fußß aber, o Wunder, wir sind nicht von SS bewacht, sondern von Soldaten der "Luftwaffe". Nachdem wir durch die Vorortstraße einer Industriestadt marschiert sind, kommen wir auf eine Straße zweiter Ordnung mit Apfelbäumen zu beiden Seiten. Wir starren nach diesen unerreichbaren Früchten... Von den Soldaten werden wir korrekt behandelt, aber der Weg dehnt sich... und dann die stechende Sonne. Unser schlechtes Schuhwerk reibt uns wund; mehrere gehen schon barfuß... Am Spätnachmittag... nach 25 km... kommen wir in dem Dorf Mackenrode an. Mitten auf einer Wiese erwartet uns eine von Stacheldraht und vier Wachttürmen umgebene Baracke. Dieses ganz kleine Lager macht einen recht guten Eindruck... Beim Eintritt werden wir von einem SS-Offizier in Empfang genommen... Man zählt uns und man zählt uns noch einmal, um ganz sicher zu sein, daß die zweihundert Neuen auch wirklich da sind. Ach, diese unendlichen Zählappelle! Dann teilt man uns in drei Gruppen; ich gehöre zu denen, die in Mackenrode bleiben. Die zwei anderen Gruppen gehen zu den Lagern von Nüxei und Osterhagen... Wieder einmal werde ich von guten Kameraden getrennt.

Weiterlesen ...

Das Außenlager Osterhagen




Das Lager Osterhagen der III. SS-Baubrigade wurde am 5. 7. 1944 in einer ehemaligen Ziegeleigrube angelegt. Die etwa 300 Häftlinge mussten die Trasse für die unvollendet gebliebene Verbindungsbahn Osterhagen - Nordhausen (Helmetalbahn) verlegen. Viele kamen unter dem Terrorregime von SS und Kapos, durch Erschlagen, Verhungern, Erfrieren, Krankheit, Erschöpfung und völlige Verelendung ums Leben.

Weiterlesen ...

Das Außenlager Mackenrode

Auf der Peterswiese (vormaliger Besitzer war Hugo Engel) wurde an der Straße nach Limlingerode ein Außenlager am 21. 7. 1944 mit zunächst 150 Häftlingen eingerichtet und am 30. 7. 1944 mit 300 Häftlingen in Gebrauch genommen, als abends um etwa 22.00 Uhr eine aus 1000 Häftlingen bestehende Marschgruppe von Dora her auf der Kreuzung zwischen Tettenborn, Nüxei und Mackenrode eintraf und sofort auf die drei Lager Mackenrode, Nüxei und Osterhagen verteilt wurde. Die effektive Zahl im Lager Mackenrode schwankte nach den verfügbaren Unterlagen zwischen 100 und 475 Häftlingen. Zuvor, vom 3. bis zum 8. Juli 1944, entstanden zwei Schlaf- und eine Revierbaracke sowie außerhalb des eingezäunten quadratischen Bereichs eine Wachbaracke. Die nördliche Schlafbaracke (Block) dürfte nach Auswertung der Angaben von A. Bonifas erst Anfang 1945 errichtet worden sein.

Weiterlesen ...

Diese Website verwendet Cookies, um Funktionen wie Benutzeranmeldung, Navigvation und andere zu realisieren. Durch Anklicken der Schaltfläche "Akzeptieren und Schließen" erklären Sie sich mit der Speicherung von Cookies auf ihrem Gerät einverstanden.